""

Vorhofflimmern / Rythmusstörungen

Das Vorhofflimmern ist die häufigste anhaltende Rhythmusstörung. Hierbei kommt es zu einem extrem schnellen Schlagen (ca. 400 – 500/Min., = FlimmerN) in der Herzvorkammer (Vorhof) mit unregelmäßiger Überleitung auf die Hauptkammer (Ventrikel), was zu einem unregelmäßigen und häufig schnellen Puls führt.

Das Vorhofflimmern ganz als Folge einer Herzerkrankung (z.B. Herzschwäche) oder bei langjährigem Bluthochdruck auftreten, aber auch ganz alleine bei jungen, sonst gesunden Menschen zu finden sein (sogenanntes lone AF). Das Vorhofflimmern wird detektiert im EKG, manchmal auch im Langzeit-EKG oder in einem externen oder implantierbaren Ereignisrekorder (Daumen-EKG oder Eventrecorder, ILR). Moderne elektronische Geräte erlauben wie z.B. die Apple Watch erlauben bereits eine relativ genaue Vorhofflimmern-Detektion.

Die Therapie des Vorhofflimmerns hat mehrere Säulen. Neben der Behandlung der Grunderkranknug bzw. von Komorbididäten ist v.a. eine dauerhafte „Blutverdünnung“ (Antikoagulation) entscheidend, die vor Schlaganfällen schützt. Hierzu stehen heute moderne Alternativen zum von früher bekannten Marcumar® zur Verfügung (Dabigatran(Pradaxa®), Rivaroxaban (Xarelto®), Apixaban (Eliquis ®) oder Edoxaban (Lixiana ®). Ob eine solche Antikoagulation durchgeführt werden muss, richtet sich nach einer Risikoeinschätzung (dem sog. CHADS-VASc – Score), wobei Alter, vorangegangener Schlaganfall, Bluthochdruck, Diabetes, Herzschwäche, Gefäßerkrankung und Geschlecht berücksichtigt werden.

Bei Beschwerden und nach aktuellen Studien auch aus prognostischen Gründen ist zudem eine antiarrhythmische Therapie sinnvoll. Diese kann medikamentös oder (oft besser) durch eine Katheterablation (Herzkathetereingriff) mit Verödung von Stellen im linken Herzvorhof, die für das Vorhofflimmern verantwortlich sind, erfolgen. Hierfür ist ein kurzer (1 Nacht) stationärer Aufenthalt erforderlich. Zunächst sollte nach Detektion des Vorhofflimmerns eine Umstellung zurück in den Sinusrhythmus durch (meist elektrische) Kardioversion erfolgen, was nach Ausschluss von Blutgerinnseln im Vorhof durch transösophageale Echokardiographie (TEE, „Schluckecho“) erfolgen kann.

Diese Leistungen bieten wir Ihnen hierzu an: